Die Thüga-Plusgesellschaft Thüga Energienetze belegt bei der „Digital@EVU“ den 2. Platz im nationalen und internationalen BDEW-Vergleich. Bestätigung und Anreiz für das Unternehmen, auf dem Weg hin zu digitalen Arbeitsprozessen weiterzugehen.

Nicht nur reden, sondern handeln: So lautet die Devise der Thüga Energienetze (THEN), wenn es um die Digitalisierung geht. Dabei ziehen alle Unternehmensebenen an einem Strang, von der Geschäftsführung bis hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Wir haben aufgrund unserer Struktur schon sehr früh die Vorteile ortsunabhängiger und zeitflexibler Prozessabläufe erkannt“, sagt Markus Gute, Sprecher der THEN-Geschäftsführung. Reinhard Wendl, ebenfalls Geschäftsführer, ergänzt: „In den vergangenen Jahren haben sich die Möglichkeiten zur digitalen Prozessunterstützung und -automatisierung vervielfältigt. Da haben wir mitgezogen. Ein Erfolgsfaktor war, dass wir die damit erreichten Kapazitätsvorteile sofort wieder in neue Projekte und Arbeitsgruppen für die nächsten digitale Schritte investiert haben.“

 

Augmented Reality: Datenbrille im Einsatz bei der Thüga Energienetze
Augmented Reality: Datenbrille im Einsatz bei der Thüga Energienetze

Mitarbeiter begeistern

So begeistert THEN auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die neue, digitale Welt. „Wir sind schrittweise vorgegangen und haben inzwischen eine hohe Akzeptanz für digitale Arbeitsweisen erreicht“, bestätigt Markus Kittl von der THEN. „In der heißen Corona-Phase konnten wir deshalb unsere Arbeit mit ganz wenigen Einschränkungen bei kundenkontaktgeprägten Tätigkeiten ortsunabhängig, also mobil fortsetzen. Alle unsere Mitarbeiter sind so ausgestattet, dass sie ihre gewohnte Tätigkeit von zu Hause aus fortführen oder starten konnten. Auch mit heiklen Themen wie der Netzleitwarte und damit verbundenen Befürchtungen zu Infektionsketten hatten wir keinen Stress und keinerlei Arbeitseinschränkungen. Unser Betrieb lief redundant mit einem Mitarbeiter in der Warte und einem zu Hause mit Zugriff auf alle Informationen und Funktionen in der Warte.“ Auch die vollständig digitalisierten Post- und Unterschriftsabläufe kamen dem Unternehmen in der Krisenzeit zugute. Ein weiteres Beispiel moderner Technik war der Einsatz der Augmented-Reality-Brille während der ISMS-Zertifizierung. „Der Prüfer konnte alle Anlagen von seinem Büro aus durch die Brille unseres Mitarbeiters vor Ort begutachten“, so Kittl. „Unser künftiger Normalbetrieb wird somit auch nach der Krise in optimierter Form weitergeführt werden.“

Auf dem richtigen Weg

Dass die THEN ein digitaler Champion ist, bestätigt nun der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Er führt jährlich einen Branchenbenchmark zum Thema Digitalisierung in der Energiewirtschaft durch. Die THEN hat an der „Digital@EVU“ genannten Umfrage teilgenommen und gemeinsam mit dem Thüga-Kompetenzcenter Digitalisierung & kaufmännische Beratung die Fragebögen ausgefüllt. Ergebnis des Benchmarks 2019: 2. Platz für die THEN im nationalen und internationalen BDEW-Vergleich als TOP-Digitalisierer in der Branche. Bewertet wurden 80 Energieversorger. Markus Kittl mag sich auf diesen Lorbeeren auf keinen Fall ausruhen: „Auch wenn das Ergebnis gut aussieht – im Hinblick auf eine nachhaltige Sicherung unserer Tätigkeiten im Energienetz und somit unserer Zukunft sehen wir uns auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel.“