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Klimaneutralität: Die Thüga geht voran

 

Klimaneutralität: Die Thüga geht voran

Wer als Unternehmen zunehmend CO2-freien Strom, Wärme und Gas produziert und an seine Kunden liefert, sollte auch den eigenen CO2-Fußabdruck kennen und hinterfragen. Seit 2018 ist die Hauptverwaltung des Thüga Holding-Konzerns in München klimaneutral. In den Folgejahren konnte Thüga ihre Emissionen bereits deutlich senken. Eine CO2Bilanz hat alle Emissionen ermittelt und Einsparpotenziale im Gebäude und in den Prozessen aufgezeigt.

CO2-Reduktion ist machbar
Letzteres war Michael Altmann, Leiter Facility-Management der Thüga und Mitglied des Projektteams CO2, besonders wichtig: „Für uns bedeutet Klimaschutz, Energie einzusparen und unsere Energieeffizienz zu steigern.“ Kompensation soll erst an dritter Stelle folgen.

Konkrete Maßnahmen am Standort
Haupttreiber der CO2-Emissionen im Verwaltungsgebäude der Thüga in München sind Strom und Fernwärme. Deshalb erfolgte bereits 2019 die Umstellung auf Ökostrom. Für die Heizung ist eine intelligente Steuerung installiert, die den Bedarf um 20 Prozent senkt. Außerdem arbeitet das CO2-Team in der Hauptverwaltung daran, die Beleuchtung auf LED umzurüsten und die Klimatechnik zu optimieren. Der Fuhrpark wird mit dem Auslaufen der Leasingverträge bis 2025 schrittweise auf alternative Antriebe umgestellt. Für Geschäftsreisen gibt es bereits die Empfehlung, auf Flüge künftig zu verzichten. Allein im ersten Jahr, von 2018 bis 2019, sparte die Thüga am Standort München knapp 700 Tonnen CO2 ein. Die verbleibenden CO2-Emissionen wurden über hochwertige Projekte kompensiert, die in anderen Teilen der Welt nicht nur zum Klimaschutz, sondern auch zu einem besseren Leben vor Ort beitragen.

Klimaschutz nach dem Goldstandard
Thüga gleicht ihre Geschäftsaktivitäten vollständig über Klimaschutzprojekte aus. Diese müssen international anerkannte Kriterien und Standards erfüllen, um zertifiziert zu werden. Als Partner arbeitet Thüga mit den Klimaschutzexperten von ClimatePartner zusammen. ClimatePartner unterstützt die Thüga bei der Berechnung, der Reduktion und dem Ausgleich von CO2-Emissionen. Der gesamte Prozess ist durch das Label „klimaneutral“ und eine Urkunde mit ID-Nummer und Tracking-URL nachvollziehbar. 

Michael Riechel: „Sind uns unserer Verantwortung bewusst“
Auch für den Thüga-Vorstand ist Nachhaltigkeit eine Top-Priorität. Michael Riechel, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft, sagt: „Wir sind uns unserer Verantwortung im nachhaltigen Umgang mit begrenzten natürlichen Ressourcen bewusst und haben gemeinsam mit ClimatePartner entsprechende Schritte eingeleitet, um unseren CO2-Fußabdruck am Standort München zu messen und stetig zu verkleinern.“

Klimaneutral in drei Schritten

Klimaschutz ganzheitlich anzugehen bedeutet für Thüga, die CO2-Emissionen der Hauptverwaltung in München auszugleichen und gleichzeitig eigene Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks voranzutreiben.

 In Vietnam wird durch den Bau von Kleinbiogasanlagen in Haushalten ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
In Vietnam wurde durch den Bau von Kleinbiogasanlagen in Haushalten ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Mittlerweile ist das Projekt ausfinanziert und trägt sich selbst.

1. Ermittlung der CO2-Emissionen

ClimatePartner hat die relevanten CO2-Emissionsquellen von Thüga erfasst. Dazu gehören nicht nur die direkten Emissionen, sondern auch die Vorkette. Das bedeutet, dass alle Emissionen, die vor, während und nach der Gewinnung eines Produktes ausgestoßen wurden, miteinkalkuliert sind.

Darüber hinaus hat Thüga sich entschieden, auch die Anreise von Gästen zur Hauptverwaltung in München oder zu den von Thüga organisierten Veranstaltungen zu erfassen. Die Analyse und jährliche Aktualisierung der Bilanz ermöglicht die Kontrolle der Maßnahmen zur Reduzierung des CO2 am Standort München.

2. Ausgleich der CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte

Klimaschutzprojekte sparen CO2 ein – etwa durch Aufforstungsmaßnahmen oder den Einsatz klimafreundlicher Technologien. Die Emissionen der Thüga Hauptverwaltung werden bilanziell durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten ausgeglichen. Konkret unterstützen wir bei Thüga dazu aktuell ein Biogas-Projekt in der Türkei, in den Vorjahren waren es Projekte zur Emissionsverminderung in Vietnam, Indien und Bulgarien. Die Projekte von ClimatePartner sind nach den höchsten internationalen Standards zertifiziert und werden durch Dritte hinsichtlich ihrer Planung und Umsetzung vor Ort geprüft.

Durch den ClimatePartner-Prozess mit auftragsbezogener ID-Nummer ist die Klimaneutralität transparent nachvollziehbar: Hier finden Sie die Urkunde zur Klimaneutralität der Thüga mit den Informationen, wie viel CO2 durch das Unternehmen ausgeglichen wurde und welche Klimaschutzprojekte unterstützt werden.

Luftbild der Gasaufbereitungsanlage in Istanbul
Aktuelles Klimaschutz-Kompensationsprojekt der Thüga: Biogas-Gewinnung in der Nähe von Istanbul

3. Eigene Maßnahmen zur CO2-Reduktion

Die CO2-Bilanz hat 2019 den Grundstein für ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept gelegt. Doch ganzheitlicher Klimaschutz bedeutet für Thüga mehr: Es ist nicht weniger, als eigenes Verhalten zu reflektieren und Emissionen, soweit möglich, zu vermeiden oder zu reduzieren. Im Nachhaltigkeitsprogramm der Thüga finden sich weitere Maßnahmen, die durch die erste CO2-Bilanz angestoßen wurden. Im Frühjahr 2021 wurden sie verbindlich im Rahmen des konzernweiten Nachhaltigkeitsprojekts verabschiedet.

Klimaschutzprojekte: Einsatz von Biogas

Klimaschutzprojekte sparen nachweislich Treibhausgase ein und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Zusätzlich fördern sie eine nachhaltige Entwicklung in den Projektländern, zum Beispiel durch die Verbesserung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser, den Ausbau der lokalen Infrastruktur, die Schaffung von Arbeitsplätzen oder den Schutz der Biodiversität.

„Die internationalen Klimaschutzprojekte sind nicht nur Gold-Standard-zertifiziert, sondern tragen auch zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele bei. Mir gefällt darüber hinaus besonders, dass sie sich inhaltlich nah am Tagesgeschäft der Thüga-Gruppe bewegen.“

Michael Riechel
Vorsitzender des Vorstandes
Thüga Aktiengesellschaft

Deponiegas-Verstromung in Istanbul

Die Emissionen der Thüga des Jahres 2020 werden in der Türkei ausgeglichen. Seit 1995 entsorgt Istanbul die Hausabfälle der rund 15 Millionen Einwohner:innen auf zwei städtischen Mülldeponien. Beide Deponien emittieren täglich Gase, die unter anderem durch Zersetzungsprozesse entstehen. Ziel des geförderten Projekts ist es, diese Gase aufzufangen und nutzbar zu machen. Zu diesem Zweck verbrennen an beiden Deponiestandorten Gasturbinen die aufgefangenen Gase und treiben Generatoren an, die zusammengenommen eine Erzeugungsleistung von 48 MW bereitstellen. Die so erzeugte Energie wird direkt in das türkische Stromnetz eingespeist.

Ausgestoßene Deponiegas wird aufgefangen und daraus Strom erzeugt: Innenansicht der Gasaufbereitungsanlage in der Türkei

Biogas in Vietnam: Projekt trägt sich selbst

Zum ersten Mal hatte die Thüga im Jahr 2018 ihre Emissionen ausgeglichen – über ein Biogasprojekt in Vietnam. Das ist jetzt „ausfinanziert“ und trägt sich selbst. Ein schöner Erfolg – das Projekt mindert nicht nur die CO2-Mengen vor Ort, sondern schafft darüber hinaus auf mehreren Ebenen einen großen Mehrwert für die lokale Bevölkerung. ​​​​​​​Mehr zum Projekt gibt es hier.

Beitrag zu den Sustainability Goals: Good Health and Well-Being, Quality Education, Affordable and Clean Energy, Decent Work and Economic Growth, Industry, Innovation and Infrastructure, Responsible Consumption and Production, Climate Action, Life on Land

Zusätzliche positive Effekte von Klimaschutz-Projekten

Die Klimaschutzprojekte tragen zusätzlich auch zu den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen bei. Diese 17 Ziele umfassen etwa die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Förderung von Bildung oder die weltweite Verbreitung sauberer und erschwinglicher Energie. Um diesen Effekt sichtbar zu machen, weist ClimatePartner den Beitrag einzelner Projekte zu den verschiedenen SDGs bei jedem Projekt aus. Dadurch können Sie nachvollziehen, welche weiteren Ziele die Projekte neben dem Klimaschutz unterstützen. Mehr zu den SDGs der von Thüga unterstützten Projekte finden Sie hier.