Gemeinsame Pressemitteilung
Stadt Jena verkauft 20 Prozent der Anteile der Stadtwerke Energie Thüga-Gruppe steigt in Jena ein.
Jena/München, 25. August 2011. 20 Prozent der Anteile an den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck werden zum 1. Januar 2012 an die Thüga-Gruppe verkauft. Dafür votierten am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit die Mitglieder des Jenaer Stadtrates.
"Ich begrüße die Entscheidung des Stadtrates und freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Thüga, die für uns im Wettbewerb zwischen den Stadtwerken und den großen privaten Energieunternehmen ein starker, strategisch sehr wichtiger Partner sein wird", sagt der Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter. „Wir wissen mit der Thüga einen kompetenten und anspruchsvollen Partner an unserer Seite, der genau so wie wir kommunal verankert ist und kommunal denkt. Wir werden die tiefgreifenden Verände-rungen, vor denen die Energiewirtschaft steht, gemeinsam meistern“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Zaremba. Gleichzeitig verweist Geschäftsführer Martin Fürböck auf die Potenziale, die das Thüga-Netzwerk für seine Beteiligungen bietet. Denn 450 Städte und Gemeinden bilden gemeinsam mit ihren 90 Stadtwerken und der Thüga als Bindeglied das größte Netz an eigenständigen Energieversorgern in Deutschland: die Thüga-Gruppe.
Die Stadt Jena und die Stadtwerke Jena hatten im vorigen Jahr beschlossen, die zehn Prozent Anteile der Thüringer Energie AG (E.ON) an den Stadtwerken Energie zu übernehmen. Diese Anteile sollten weiterverkauft werden an einen neuen, am Markt etablierten und wirtschaftlich erfolgreichen Partner mit strategischem Interesse und Potenzial. Denn: Die bisherige Gesellschafterstruktur mit dem Hauptgesellschafter Stadt Jena und mehreren privaten Minderheitsgesellschaftern hat bisher wesentlich zum Erfolg der Stadtwerke Energie beigetragen und soll dies auch in Zukunft tun.
„Wir freuen uns über das in Thüga gesetzte Vertrauen und auf eine gute Zusammenarbeit auch im Kreis der Gesellschafter. Von dieser Kooperation werden die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck profitieren und gleichzeitig wird unser neuer Partner ein Gewinn für die ganze Thüga-Gruppe sein“, ist sich Ewald Woste, Vorsitzender des Vorstandes der Thüga Aktiengesellschaft, sicher.
Im Januar 2011 waren 24 potenzielle Investoren aufgefordert worden, Angebote zu unterbreiten. Mehrere Investoren zeigten Interesse, die Thüga-Gruppe reichte ein verbindliches Angebot ein. Dies bezieht sich auf 20 Prozent der Anteile an den Stadtwerken Energie Jena-Pößneck. Deshalb wird sich die Stadt Jena von einem weiteren Gesellschafter bei den Stadtwerken Energie trennen: Die STEAG New Energies GmbH (bisher EVONIK) scheidet – vorbehaltlich der Entscheidung ihrer Aufsichtsgremien - nach 20-jähriger guter Zusammenarbeit aus unternehmensstrategischen Gründen auf eigenen Wunsch aus dem Gesellschafterkreis aus.
Die Rückkaufmöglichkeit von Stadtwerke-Anteilen basiert auf einem 1992 vereinbarten Konsortialvertrag, der der Stadt und den Stadtwerken Jena per 1. Januar 2012 den Erwerb von Anteilen der privaten Mitgesellschafter ermöglicht. Stadt und Stadtwerke Jena haben deshalb seit einem Jahr an diesem gemeinsamen Projekt gearbeitet, um dem Jenaer Stadtrat eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu liefern. „Wir haben lange verhandelt, um wirtschaftliche Ziele und soziale Belange vereinbaren zu können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter. „Dies ist uns im Interesse aller Partner gelungen.“
Die Gesellschaftsanteile der Stadtwerke Energie setzen sich ab 2012 – vorbehaltlich der Freigabe des Vorhabens durch das Bundeskartellamt - wie folgt zusammen: 64,1 Prozent hält die Stadt Jena (mittelbar über die Stadtwerke Jena GmbH), 5,9 Prozent die Stadt Pößneck (mittelbar über die Stadtmarketing Pößneck GmbH), 20 Prozent die Thüga und zehn Prozent die Erdgasversorgungsgesellschaft Thüringen-Sachsen mbH.
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