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Großbatteriespeicher erfordern geeignete Standorte, Netzanschlüsse, Kapital und Know-how. Die Stadtwerke Kaiserslautern und die Stadtwerke Germersheim bringen diese Voraussetzungen künftig gemeinsam in ein Batteriespeicherprojekt ein.
„Germersheim bringt neben der gemeinsamen Verbundenheit zur Pfalz die örtliche energiefachliche Expertise, die Infrastruktur und die Zusage für den Netzanschluss ins Projekt ein. Ideal für uns, da wir im Stadtgebiet Kaiserslautern keinen geeigneten BESS-Standort haben und uns nun partnerschaftlich und regional positionieren können. Wir steuern unser Know-how im Projektmanagement und unsere Marktkenntnis bei. Für den Betrieb des Speichers gründen wir eine eigenständige Projektgesellschaft, an der beide Stadtwerke zu gleichen Teilen beteiligt sein werden. Ein dritter Investor ist angedacht. Die Finanzierung erfolgt off-balance: Diese Art der Finanzierung ermöglicht die Aufnahme von günstigem Fremdkapital und wirkt sich vorteilhaft auf den vollkonsolidierten Verschuldungsgrad der Mutterhäuser aus. Wir werden den Speicher primär marktdienlich betreiben, wir nehmen am Stromhandel im Day-Ahead- und Intraday-Markt sowie am Regelenergiemarkt teil. Unseren Business Case schätzen wir als robust ein, auch bei Szenarien mit konservativen Annahmen oder ungünstigeren Netzentgeltregelungen. Bei den Berechnungen – inklusive komplexer Strompreisprognosen – hat uns Thüga unterstützt, ebenso bei Projektstruktur und Governance. Außerdem begleitet Thüga uns bei der Ausschreibung des EPC, also des Projektierers. Gerade diese ist ein kritischer Schritt, da sie hohe Anforderungen an Qualitätsmanagement, Technik und Rechtssicherheit stellt.“

| Konstantin Kosin | Stefan Filipic |
| “Was mich antreibt? Dass wir nicht nur darüber reden, sondern jetzt einfach machen!” | “Unser Projekt kann ein starkes Signal dafür sein, wie regionale Partner gemeinsam Zukunftsprojekte erfolgreich umsetzen.” |
Stefan Filipic, Geschäftsführer Stadtwerke Germersheim
„Unser gemeinsames BESS-Projekt ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie. Angesichts des steigenden Bedarfs an Regelenergie und der hohen PV-Einspeisung ist es für uns der konsequente nächste Schritt. Germersheim bietet hervorragende Voraussetzungen: Unser neues Umspannwerk verfügt über eine doppelt so hohe Leistung wie die des bisherigen. Damit haben wir die notwendige Flexibilität für innovative Projekte.
Besonders freuen wir uns, mit den Stadtwerken Kaiserslautern als starkem regionalen Partner das Projekt in einer Größenordnung zu realisieren, die für beide zusätzliche Perspektiven eröffnet. Zunächst setzen wir den Speicher marktdienlich ein. Langfristig sehen wir erhebliche Potenziale für die Netzstabilität und die Integration weiterer innovativer Anwendungen. Im Rahmen der Zielnetzplanung Strom beschäftigen wir uns mit den Kollegen der Thüga bereits heute mit der Frage, wie unsere Netze in den kommenden 15 bis 20 Jahren aussehen müssen. Großbatteriespeicher werden eine bedeutende Rolle spielen, da sie die erforderliche Flexibilität bereitstellen. Der Batteriespeicher wird direkt an unserem Umspannwerk an das eigene Mittelspannungsnetz angebunden. Die erforderliche Fläche konnten wir uns bereits sichern. Diese Lage sowie der ausreichende Abstand zur Wohnbebauung schaffen sehr gute Voraussetzungen für ein zügiges Genehmigungsverfahren. Trotz möglicher europaweiter Ausschreibungen ist es unser Ziel, den Speicher im kommenden Jahr in Betrieb zu nehmen. Wir sind sehr zuversichtlich, das Projekt termingerecht zu realisieren.“