Daten bestimmen, wie präzise Vertriebsstrategien funktionieren, wie treffsicher Beschaffung und Prognosen werden und wie effizient Prozesse laufen. Mit dem DataHub bietet Syneco ab Mitte 2026 Stadtwerken eine strukturierte, skalierbare und zukunftsfähige Lösung für den professionellen Umgang mit ihren Vertriebsdaten.

Daten sind die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen – in der Energiebranche mehr denn je. Sie bestimmen, wie präzise Vertriebsstrategien ausgerichtet werden können, wie treffsicher Beschaffung und Prognose funktionieren und wie effizient Prozesse aufgesetzt sind. Georg Grießing, Projektleiter im Bereich Portfolioservices & strategische Kunden bei Syneco, erklärt: „Wer wettbewerbs- und handlungsfähig bleiben will, braucht einen schnellen, direkten Zugriff auf qualitätsgesicherte Kundendaten – systemübergreifend, konsistent und auswertbar.“

In vielen Vertrieben sind die IT- und Datenlandschaften historisch gewachsen. CRM-, Abrechnungs-, EDM- oder Kampagnensysteme speichern jeweils Teilinformationen zum Kunden. Daten werden exportiert, manuell zusammengeführt und häufig Excel-basiert analysiert. Die fehlende Harmonisierung führt dabei zu ineffizienten Prozessen und teilweise widersprüchlichen Ergebnissen. Ein durchgängiges, energiewirtschaftlich konsistentes Datenmodell fehlt häufig. Der DataHub führt im Basismodell Stamm- und Bewegungsdaten aus unterschiedlichen Quellsystemen zusammen, harmonisiert Datenstrukturen und prüft Inhalte entlang energiewirtschaftlicher Regeln. Er erkennt Dubletten, bereinigt Inkonsistenzen und prüft automatisch die Datenqualität. Das Ergebnis ist eine verlässliche „Single Source of Truth“.

Module erweitern die Basis

Zusätzliche Module im DataHub helfen Versorgern, aktuelle Herausforderungen gezielt zu adressieren. Dazu zählen die automatisierte Prosumer-Erkennung, der iMSys-Rollout, intelligente Clusteranalysen sowie die systematische Überprüfung von Profilsegmenten. „Mit der Plattformlösung unterstützen wir Stadtwerke auf dem Weg zum datengetriebenen Unternehmen“, sagt Dionys Laue-Pohl, Leiter IT bei Syneco. „Noch immer fließen erhebliche Ressourcen in die rückblickende Analyse. Der DataHub automatisiert diese Grundlagenarbeit und verschiebt den Fokus auf die aktive Datennutzung für präzisere Prognosen, bessere Beschaffungsentscheidungen und neue datenbasierte Angebote für Kunden.“ Im Zentrum steht dabei die 360°-Endkundensicht: Jeder Kunde wird entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Beziehung zum Versorger betrachtet. Externe Datenquellen ergänzen diese Rundum-Sicht: Über standardisierte Schnittstellen können Geo- und Strukturdaten, Wetterinformationen oder das Marktstammdatenregister angebunden werden.

Ganzheitliche Kundensicht für Vertriebe

Dadurch entstehen vollständige und konsistente Kundenprofile. Vertriebe erkennen auf einen Blick, welche Produkte ein Kunde nutzt, wie sich sein Verbrauch entwickelt, welche Preissensitivität vorliegt oder ob Anzeichen für einen Wechsel bestehen. Gleichzeitig lassen sich Prosumer frühzeitig identifizieren, etwa durch die automatische Erkennung von PV-Anlagen anhand von Satellitenbildern. So wird aus einer administrativen Datenhaltung ein aktives Steuerungsinstrument, das es erlaubt, für einzelne Kundensegmente individuelle Vertriebsstrategien abzuleiten. Das ganzheitliche Verständnis von Kunden ermöglicht Potenzialanalysen, Cross- und Upselling-Ansätze oder gezielte Kampagnensteuerung. Auch regulatorische und technologische Entwicklungen, wie der iMSys-Rollout, lassen sich datenbasiert begleiten. Szenarienrechnungen können simulieren, wie sich intelligente Messsysteme auf Lastprofile, Bilanzkreise oder Beschaffungsstrategien auswirken.

Vom Datenbestand zur Entscheidung

Ein weiterer zentraler Anwendungsfall ist die transparente Steuerung des SLP-Portfolios. Monatliche Bottom-up-Analysen erlauben eine granulare Auswertung von Verbrauchs- und Vertragsstrukturen. Diese machen Veränderungen im Kundenbestand, Tarifverschiebungen oder Lastgangentwicklungen frühzeitig sichtbar. Dadurch verbessert sich die Abstimmung zwischen Vertrieb und Beschaffung. Der DataHub lässt sich flexibel in bestehende Systemlandschaften integrieren. Standardisierte Schnittstellen ermöglichen eine einfache Anbindung vorhandener Quellsysteme. Gleichzeitig schafft ein einheitliches Datenmodell die Grundlage für moderne Analysen sowie für weiterführende Anwendungen wie KI-gestützte Prognosen oder automatisierte Entscheidungsunterstützung. „Entscheidend ist, Daten nicht nur technisch zu integrieren, sondern sie wirtschaftlich nutzbar zu machen“, betont Grießing. „Genau hier liegt der Mehrwert des DataHub: Er übersetzt komplexe, heterogene Datenbestände in konkrete Handlungsempfehlungen. Statt isolierter Auswertungen entsteht eine integrierte Sicht auf Kunde, Portfolio und Markt. Der DataHub bildet damit die strategische Grundlage für einen modernen, datengetriebenen Vertrieb.“