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Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Die Mission für Energieversorger, Industrie- und Gewerbebetriebe lautet: Dekarbonisierung. Aber womit anfangen und vor allem wann? Das neue Thüga-Format „(E)Mission Null“ bringt den Prozess in Gang.
Um große Ziele zu erreichen, braucht man Orientierung. Besonders in der Energiewende. Welcher Weg zur Transformation ist der richtige? Technologisch gesehen muss die Antwort ergebnisoffen sein. Doch Unkenntnis auf der einen Seite und Unsicherheiten auf der anderen Seite bremsen viele Beteiligte aus. Dazu hat Linda Purkarthofer, Projektmanagerin Innovation und H2 bei der Thüga, eine klare Haltung: „Abwarten ist keine Option. Infrastruktur und Planungsthemen haben enorme Vorlaufzeiten.“ Wichtige Fragen drängen: Kennen die regionalen Versorger den künftigen Energiebedarf aller im Netzgebiet ansässigen Industrie- und Gewerbebetriebe? Welche Energiepreise und regulatorischen Vorgaben sind für den Mittelstand zu erwarten? Je länger Antworten dauern, desto kleiner das Zeitfenster. Deshalb ist frühzeitiger Austausch wertvoll. „Mit ,(E)Mission Null‘ laden wir zur Vernetzung ein und erzeugen Aufbruchstimmung“, sagt Purkarthofer.
Die Online-Veranstaltung „(E)Mission Null“ bringt alle Beteiligten zusammen. Mitte des Jahres 2025 fand der Pilot statt. Die badenova, ihre Tochter badenovaWÄRMEPLUS und die IHK Südlicher Oberrhein konnten mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region sprechen und den Blick für die Transformation schärfen. Auch wenn es für viele Industrie- und Gewerbebetriebe noch gesetzliche und vor allem wirtschaftliche Unsicherheiten beim Thema Klimaschutz gibt, schafft die Erstellung eines Transformationsplans in Abstimmung mit dem Energieversorger Klarheit über den Handlungsspielraum. Zudem gibt es für viele Maßnahmen Fördermittel.
„(E)Mission Null“ zeigte auf Anhieb Wirkung. „Ist die Marschrichtung klar, können alle Beteiligten loslegen“, bestätigt Purkarthofer. Ein Follow-up im Versorgungsgebiet der badenova ist bereits in Planung. Das Format gilt nun als Vorbild für andere Partnerunternehmen. Die Thüga versteht sich als enger Begleiter und Unterstützer der Thüga-Partnerunternehmen auf dem Weg zur Dekarbonisierung. Purkarthofer hält fest: „Unsere Botschaft an den Mittelstand: Meldet euch beim Energieversorger in der Region, um den Weg zur Klimaneutralität gemeinsam zu gehen.“
Jede Region hat andere Gegebenheiten hinsichtlich der Energieerzeugung und der Perspektiven bezüglich der Transformation. Beispiel Wasserstoff: Viele energieintensive Betriebe liegen nicht nah genug am entstehenden H2-Kernnetz – 90 Prozent sind sogar mehr als einen Kilometer entfernt. Aber auch eine Direkt-Elektrifizierung funktioniert nicht überall. Wo ist welcher Anschluss wirtschaftlich realisierbar? Auf allen Ebenen unterstützt die Thüga mit Beratungsleistungen, so die Innovationsmanagerin: „Ganz gleich, welche Rahmenbedingungen gegeben sind: ‚(E)Mission Null‘ ist der Startschuss zum Aufbruch.“