Unter dem Stichwort „Klimaaktive Kommune“ bietet Thüga zahlreiche Leistungen an, damit sich Unternehmen der Thüga-Gruppe als strategischer Klimaschutzpartner ihrer Kommune  positionieren können. Klimaworkshops sind eine davon.

Auf ihren Schultern liegt verstärkt Handlungsdruck: Kommunen müssen einen guten Teil zu den ambitionierten Klimazielen der Bundesregierung beitragen. Einen großen Hebel bieten ihnen die Energieversorger. Wenn die kommunalen Akteure zusammenarbeiten, können sie die großen Dekarbonisierungspotenziale im Energieversorgungs- und Mobilitätssektor nutzen. „Für den Einstieg in den kommunalen Klimaschutz braucht es eine fundierte Konzeption inklusive Potenzial- und Bedarfsanalysen. Genau das bietet der Thüga-Klimaworkshop“, sagt Nupur Saxena-Buck,  Projektleiterin aus dem Thüga-Kompetenzcenter Innovation (IN). Der erste  Klimaworkshop fand im Versorgungsgebiet der EWR AG in Worms in der Gemeinde Jugenheim statt. Neben EWR als Gastgeber waren unter anderen der Bürgermeister, der Klimaschutzmanager der Region, ein Professor der Technischen Hochschule und ein Unternehmer aus der Region mit dabei.

Gemeinsam auf den Weg in die Klimaneutralität

Um den Status quo der Gemeinde bei den CO2-Emissionen zu bestimmen, leistete Thüga Vorarbeit: Sie hatte anhand von der EWR gelieferten Daten und eigenen Annahmen eine vereinfachte CO2-Bilanz auf Basis der Strom-, Wärmeerzeugung und -absatz sowie der Mobilität berechnet. „Mit den Eingangsdaten und getroffenen Annahmen wurde für Jugenheim eine Pro-Kopf-Emissionsmenge ermittelt, die nahe am bundesweiten Durchschnitt liegt“, erklärt Saxena-Buck. Thüga lieferte außerdem anerkannte Prognosen bis 2045 zu den marktlichen Entwicklungen in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität. Daraus ließ sich ableiten, welche Strom- und Wärmemengen Jugenheim auf dem Weg zur Klimaneutralität „grün stellen“ muss und welches Maßnahmen-Set dafür geeignet ist.

Maßnahmen und Roadmap

Die Handlungsfelder sind die Bereiche Mobilität, Wärme und Strom. Als übergeordnet notwendige Maßnahmen bestimmte die Gruppe Gebäudesanierungen, Ausbau der Netzinfrastruktur sowie Maßnahmen zur Information und Integration der Bürger:innen. Welche der Maßnahmen lokal relevant und umsetzbar sind, welche Chancen und Risiken sie bergen, arbeitete die Runde anschließend in Kleingruppen heraus. Am Schluss entwickelte sie eine Roadmap mit Prioritäten und den nächsten Schritten bis 2030. „Zu vielen der priorisierten Themenfelder bietet Thüga bereits Unterstützungsleistungen an, zum Beispiel in den Bereichen Kommunale Wärmeplanung und PV“, sagt Saxena-Buck. „Es sind viele Zahnräder, die ineinandergreifen, um den Weg in die Klimaneutralität zu gehen.“ Einzelne Aktivitäten, die vor und im ersten Klimaworkshop in Jugenheim behandelt wurden, wird das Projektteam um Saxena-Buck demnächst „auskoppeln“. Angebote wie CO2-Emissionstreiber, Klimacheckliste, Maßnahmen der Klimaneutralität werden also bald als eigene Beratungsbausteine zur Verfügung stehen. „Damit können Energieversorger ihre Kommunen auch unabhängig vom Workshop beraten oder eine erste Einordnung liefern“, sagt Saxena-Buck.