• Ladeinfrastruktur richtet sich an regionalen Wirtschafts- und Schwerlastverkehr und erleichtert Umstieg auf elektrischen Antrieb
  • Intelligente Ladeinfrastruktur mit bis zu 600 kW Ladeleistung pro CCS-Ladepunkt, auch geeignet für das langsame Laden über Nacht
  • LichtBlick eMobility übernimmt Vorfinanzierung und kommerziellen Betrieb, Regioladen+ den technischen Betrieb

Hamburg/München. Unter dem Namen BASE BW fördert das Land Baden-Württemberg den Aufbau eines öffentlich zugänglichen Schnellladenetzes für batterieelektrische Lastkraftwagen.

Hierzu wurden insgesamt drei Förderlose mit jeweils sieben Suchräumen ausgeschrieben. Zu den Mindestanforderungen gehörte, dass pro Suchraum ein Ladepark mit mindestens vier Lkw-Ladestellplätzen sowie je einem CCS-Ladepunkt errichtet wird. Außerdem muss die verfügbare Gesamtnennladeleistung am Ladestandort mindestens 1.200 kW betragen. Antragsteller konnten ihre Bewerbung bis Ende Januar einreichen.

Wie das Land Baden-Württemberg am 01.06.2026 bekannt gegeben hat, hat ein Konsortium aus Regioladen+ und LichtBlick den Zuschlag für zwei Lose erhalten – das entspricht dem maximalen Zuschlag pro Antragssteller. In den kommenden zwei Jahren errichtet das Konsortium die Ladeinfrastruktur und nimmt sie schrittweise in Betrieb. Geplant sind je Standort mindestens vier Ladepunkte, Batteriespeicher und je nach Kundennachfrage auch Ladepunkte für Megawatt-Laden (MCS). Die Ladeparks werden den regionalen Wirtschaftsverkehr künftig beim Umstieg auf elektrische Antriebe unterstützen.

Unternehmen bündeln Kräfte und treiben Mobilitätswende voran

„Ich freue mich, dass wir mit unserem Konzept erfolgreich waren“, sagt Dr. Matthias Cord, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. „Schon seit Jahren baut die Thüga-Gruppe konsequent die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität aus. Für E-Autos ist die Gruppe mit rund 13.000 Ladepunkten bereits führend in Deutschland. Den Ausbau auch für die Schwerlast-Mobilität, gemeinsam mit unserem Partner LichtBlick eMobility, voranzutreiben ist nur logisch und konsequent.“

Das Projekt in Baden-Württemberg ist für Cord auch der Beweis, dass die Thüga-Gruppe schnell und überregional agieren kann: „Dank Regioladen+, die sich seit der Gründung vor etwas über einem Jahr erfolgreich etabliert hat, können wir für die Thüga-Gruppe auf überregionale Ausschreibungen reagieren.“

„Die Elektromobilität ist ein zentraler Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor. Der Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur spielt dabei eine entscheidende Rolle. Mit dem Projekt in Baden-Württemberg erweitern wir unser Portfolio und schaffen hochwertige Ladeangebote für Gewerbekunden wie Speditionen und Logistikunternehmen“, sagt Sebastian Ewert, Geschäftsführer der LichtBlick eMobility GmbH. „Der Zuschlag durch das Bundesland Baden-Württemberg stellt einen weiteren, wichtigen Meilenstein für unser Unternehmen dar, der ohne die vertrauensvolle Kooperation mit der Thüga nicht erreicht worden wäre.“

Gemeinsame Projektgesellschaft geplant

Die erfolgreiche Bewerbung ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen LichtBlick eMobility, der Thüga-Gruppe und Thüga-Partnerunternehmen. Alle Beteiligten haben in Baden-Württemberg Kontakt zu Flächeneigentümern, Speditionen und Logistikunternehmen aufgenommen und dazu beigetragen, geeignete Standorte zu identifizieren und die notwendigen Grundlagen für die Bewerbung zu schaffen.

LichtBlick eMobility übernimmt die Vorfinanzierung des Projekts sowie den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur. Für die Planung, den Bau und die Beschaffung der Ladeinfrastruktur wird eine gemeinsame Gesellschaft gegründet. Den technischen Betrieb der Ladeinfrastruktur verantwortet Regioladen+.

Dr. Miriam Stoff, Geschäftsführerin der Regioladen+ sagt dazu: „Die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs ist ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Wir freuen uns sehr, diese Entwicklung mit unserer kommunalen Stärke aktiv mitgestalten und vorantreiben zu können.“ Stoff betont die Wichtigkeit der Arbeit im Bieterkonsortium: „Nur sechs Wochen haben wir von der Beantragung bis zur Zusage gebraucht. Dass wir den Zuschlag erhalten haben, liegt auch an der schnellen und reibungslosen Zusammenarbeit mit LichtBlick.“

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