Ob CEO-Mentoring-Programm, Messeauftritte wie herCareer oder die Ausbildung von Wassermeistern: Thüga und ihre Partnerunternehmen setzen auf unterschiedliche Strategien, um nachhaltige Personalplanung zu entwickeln und umzusetzenTeil 3 der Serie zum Personalmanagement.  

CEO-Mentoring-Programm: für Führungskräfte von morgen

Die Suche nach geeignetem Personal für Stadtwerke und Energieversorger betrifft nicht nur die Fachkräfte. Durch den Generationswechsel aufgrund der ausscheidenden Babyboomer prognostiziert die kommunale Energiewirtschaft einen Mangel an qualifizierten Führungskräften, um die dringenden Aufgaben der Energiewende umzusetzen. 

Thüga-Vorständin Anne Rethmann ist eine der Mentorinnen beim CEO-Mentoring-Programm

Vorständin Anne Rethmann eine der Mentorinnen 

Um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und sich gegenüber anderen Bewerbern auf dem Markt durchzusetzen, haben der Kommunikationspsychologe Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun und Dr. Jens Meier, CEO der Stadtwerke Lübeck Gruppe, das Cross-Mentoring-Programm „CEO der Zukunft“ für 40 künftige Führungskräfte ins Leben gerufen. Das Besondere: 30 CEOs der kommunalen Stadtwerkeszene sollen 40 ausgewählte Mentees unter ihre Fittiche nehmen und auf mögliche Spitzenpositionen vorbereiten. Mentorinnen und Mentoren sind unter anderen die Thüga-Vorständin Anne Rethmann sowie Führungskräfte der WEMAG, Mainova, EVI, N-ERGIE, RhönEnergie Fulda, Energieversorgung Mittelrhein, badenova und enercity. Als Impulsgeber engagiert sich der Thüga-Vorstandsvorsitzende Dr. Constantin H. Alsheimer im Strategischen Beirat.    

Cross-Mentoring-Programm startet im Januar 2026

Ziel der Initiative: eine neue Generation von Führungskräften zu entwickeln, die die vielfachen Herausforderungen in den kommunalen Unternehmen stemmt und wichtige Impulse für die notwendigen Transformationen gibt. Für das Programm konnten sich Interessierte bis Ende September bewerben. Das Cross-Mentoring-Programm startet im Januar 2026 und dauert zwei Jahre. Es beinhaltet drei Bausteine: zum einen ein 1:1-Mentoring, also eine persönliche Begleitung durch Führungskräfte aus der Branche; zweitens Trainings in sozialer und kommunikativer Kompetenz; drittens zehn praxisnahe Executive-Seminare. 

Rethmann: Vorfreude auf den Austausch 

Aktuell nimmt die Initiative „CEO der Zukunft“ für die Mentoren Gestalt an. Anne Rethmann: „Ich durfte in den letzten Tagen Gespräche mit möglichen Mentees führen. Das waren tolle Persönlichkeiten, die ich kennenlernen konnte und die es alle verdienen würden, bei dem Programm dabei zu sein.“ Sie freue sich schon jetzt auf die Auftaktveranstaltung im Januar und den persönlichen Austausch mit den Mentees. „Neben den persönlichen Themen, die die Mentees einbringen, geht es für mich dabei darum, wie wir die Zukunft der Kommunalwirtschaft gestalten, wie Leadership in der Transformation aussieht und wie die CEOs der Zukunft dabei bedeutsam sein können.“ Auch sie werde in diesem Prozess viel lernen und in ihre Aufgaben bei Thüga einbringen. „Mentoring erfolgt immer in beide Richtungen.“ 

herCareer:

Vernetzen, austauschen, Talente gewinnen: Das bietet die Karrieremesse herCareer, die sich vor allem an Frauen wendet. Dieses Jahr haben sich zum ersten Mal Thüga, Energie Südbayern, energie schwaben und N-ERGIE gemeinsam an einem Stand präsentiert mit dem Ziel, spannende Kontakte zu knüpfen und potenzielle Mitarbeiterinnen für sich zu begeistern. „Wir wollen auf das vielseitige Jobangebot in der Energiewirtschaft, insbesondere in der Thüga-Gruppe, aufmerksam machen“, sagt Isabel Sesemann aus der Thüga-Abteilung Personalentwicklung & Recruiting. Für ihre Kollegin Jacqueline Mangold von energie schwaben bot der Auftritt bei herCareer zudem die Möglichkeit, auf Social Media ein starkes Zeichen für Diversity und weibliche Karrieren zu setzen: „Viele Besucherinnen haben sich speziell für Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien interessiert. Diese Themen sind für Frauen attraktiv.“ Bei der Messe ein Jahr zuvor konnten die Thüga-Recruiterinnen Ulrike Klein gewinnen. „Heute leitet sie das Portfolio-Management“, sagt Sesemann. „Auch im nächsten Jahr werden wir wieder auf der herCareer präsent sein.“ 

Die Ausbildung zu Wassermeistern liegt Thüga am Herzen.

Ausbildung von Wassermeistern

13,4 Millionen Babyboomer verlassen in den nächsten Jahren den Arbeitsmarkt, unter ihnen auch viele Mitarbeitende aus der Energiewirtschaft wie Wassermeister. Diese sind zuständig für Wassergewinnung, -aufbereitung, -speicherung und -verteilung. Sie nehmen Wasseranalysen vor und kümmern sich um die Wartung und Inspektion der Infrastruktur. „Wassermeister sorgen dafür, dass unsere Wasserversorgung jeden Tag reibungslos funktioniert“, sagt Günther Walter, der als Koordinator thüga solutions steuert. Parallel dazu bringt er seit 21 Jahren angehenden Wassermeistern strategische Instandhaltungsmaßnahmen bei. Thüga unterstützt diese halb ehrenamtliche Tätigkeit. Walter: „Es ist im Sinne der Thüga und auch des DVGW, dass es gut ausgebildete Wassermeister gibt. Es herrscht hoher Bedarf und die Situation verschärft sich in den kommenden Jahren, wenn die Babyboomer in Rente gehen.“