Das Thüga-Kompetenzcenter Digitalisierung & Kaufmännische Beratung (DK) unterstützt Thüga-Partner dabei, Digitalisierungsprojekte zu identifzieren, einzuordnen und umzusetzen. Viel ist schon passiert, bei den Partnerunternehmen als auch bei der Thüga in München. Hier einige Beispiele:

Das Stadtwerk Tauberfranken hat seine Digitalisierungs-Roadmap im Sauseschritt umgesetzt. „Die Roadmap lebt – von neuen Erkenntnissen, Hemmnissen, sich verändernden Erwartungen, von Mitarbeitenden, die unterwegs viel dazu lernen“, sagt Geschäftsführer Paul Gehrig. Erfolgreiche (Zwischen-)Bilanz: 30.000 Kunden- und Hausanschlussakten sowie die Zentralregistratur digitalisiert, ein elektronischer Rechnungsworkfow und digitale Netzpläne. Fast 3.000 Kunden nutzen seit diesem Jahr das Onlineportal und können Verträge ebenfalls online abschließen. Auch der Hausanschluss ist ab 2021 digital möglich. Und: „Wir haben während der Corona-Zeit eine konzertierte Kundenansprache gestartet. Nun freuen wir uns über eine super Quote von 34 Prozent der Kunden, die zugestimmt haben, künftig online für uns erreichbar zu sein“, so Gehrig. Ein Vorzeigeprojekt war außerdem die Einführung von Robotern, um strukturierte Geschäftsprozesse automatisiert zu bearbeiten: „Robotics haben wir gemeinsam mit Natuvion innerhalb von nur sechs Wochen umgesetzt.“

Aktuell arbeiten Kolleginnen und Kollegen sämtlicher Abteilungen bei Thüga an der Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS). Ziel des DMS-Projekts ist, ein einheitliches Verständnis zum digitalen Arbeiten bei Thüga zu entwickeln und zu verankern. Dazu erarbeitet das DMS-Team in einzelnen Teilprojekten die Projekt-Roadmap und beleuchtet die Arbeitsweise jeder Abteilung. Das komplette Zielbild und die einzelnen Maßnahmen wird das DMS-Projekt Anfang 2021 in einem Fachbereich erproben und die Erkenntnisse aus dem Test nutzen, um das System Thüga-weit auszurollen.

„Wir haben die eigenen und die Kundenprozesse optimiert. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein. Und Dienstleistungen generieren, die wir an Dritte vermarkten“, sagt Markus Kittl von der Geschäftsleitung der Thüga Energienetze (THEN). Die Digitalisierung ist dafür ein entscheidender Faktor. „Wir haben vor drei Jahren gemeinsam mit der Thüga unsere Digitalisierungs-Roadmap auf den Weg gebracht und darin Projekte defniert“, so Kittl. Augmented Reality hielt Einzug. THEN führt derzeit ein Redispatch 2.0-Projekt durch (siehe Seite 32). Der digitale Bauprozess sorgt ebenfalls für Effzienz. Weitere Projekte sind umgesetzt oder in der Pipeline. „Wir haben viel in Schulungen und Coachings investiert, um alle ft zu machen“, sagt Kittl. Außerdem hat THEN eine interne Projekt-Organisationsstruktur namens „THEN 2023“ eingeführt: Ein Kernteam defniert und priorisiert Digitalisierungsmaßnahmen und bildet fachübergreifende Projektteams, die das jeweilige Thema dann umsetzen.

In einem Projekt von Thüga SmartService (TSG) und Thüga entsteht aktuell ein Modell, das einzelne Anwendungsfälle eines datengetriebenen Unternehmens beschreibt. „Eine Data Driven Company verbindet Erkenntnisse und Daten aus unterschiedlichen Bereichen und bricht so Silodenken auf“, sagt Bernhard Pischel vom Thüga-Kompetenzcenter Digitalisierung & Kaufmännische Beratung. „Aktuell betrachten wir zwei Fälle: strukturierte Business Intelligence mit Daten, beispielsweise aus SAP, und eine Umsetzung auf Basis der Daten aus den Digitalisierungsprojekten der THEN.“ Das generelle Ziel: ein Set von Anwendungsfällen, verknüpft mit einer standardisierten Datensammlung aus dem Unternehmen, verfügbar für alle Partner der Thüga-Gruppe.

Die digitale Transformation erfolgt entlang der vier Themenschwerpunkte (ganz links im Bild): digitale Kundenbeziehungen, digitale Produkte und Lösungen, digitaler Stadtwerksbetrieb, digitale Fähigkeiten. Das „Haus der Digitalisierung“ ermöglicht eine Clusterung der Initiativen.

Haus der Digitalisierung