Energiewende & Dekarbonisierung

Netzgeschäft 4.0: Gemeinsam zur optimalen Aufbauorganisation

 
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Energiewende & Dekarbonisierung | 15.10.2017

Netzgeschäft 4.0: Gemeinsam zur optimalen Aufbauorganisation

Klare Zuständigkeiten, die Organisation auf die Prozesse und die Unternehmensstrategie vollständig abgestimmt, optimale Aufgabenverteilung – so soll es sein. Mit dem Projekt „Vom Prozess zur Aufbauorganisation“ (P2O) möchte die Thüga dabei unterstützen, die Organisation des Netzbereiches in Richtung dieses Idealbilds weiterzuentwickeln.

„Bei uns ist ja alles sehr speziell.“ Diese Antwort hören Johannes Vey und Dr. Kerstin Grass aus der Netzstrategie oft, wenn sie mit Geschäftsführern von Stadtwerken sprechen und nach dem Grund für eine besonders ungewöhnliche Organisationsform oder einen speziellen Zuschnitt der Aufgaben fragen. Dabei haben die mehr als 850 Netzbetreiber in Deutschland sehr ähnliche Aufgaben, dem Rollenmodell folgt eine Grundsystematik im Aufbau.

Die richtigen Prozesse, die richtige Organisationsform finden: Beim Projekt „Vom Prozess zur Aufbauorganisation“ (P2O) tut das immer noch die Netzabteilung, kein Roboter.

Unterstützung für die richtige Organisationform

„Natürlich unterscheiden sich Netzbetreiber im Detail sehr wohl“, weiß Vey, „aber es geht darum, herauszufinden: Kann ich mit meiner historisch gewachsenen Aufbau- und Ablauforganisation die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern? Können die bevorstehenden Veränderungen durch Digitalisierung oder Sektorkopplung bewältigt werden. Schaffe ich dies zum Beispiel mit einer Organisation, die noch nach Sparten aufgeteilt ist, oder sollte ich nicht lieber Know-How bündeln und Aufgabenbereiche spartenübergreifend organisieren.“

Optimierungspotentiale ausloten

Vom Prozess zur Aufbauorganisation (P2O) hat die Netzstrategie ihr Projekt genannt. Es soll dabei unterstützen, die richtige Organisationsform im Netzbereich zu finden, Optimierungspotentiale auszuloten und schließlich einen Maßnahmenkatalog zu entwerfen, der zum optimalen Aufbau einer Abteilung oder Organisation führt. Vier Monate sind dafür veranschlagt, das Interesse von Geschäftsführern ist da. „Ohne Vertrauen in unsere Tätigkeit geht das nicht. Daher versuchen wir Vorbehalte im Vornhinein abzubauen, zum Beispiel indem wir gemeinsam mit dem jeweiligen Bereich ein Zielbild entwickeln“, weiß Grass.

Kollege X hat das schon immer gemacht

Ausgangspunkt für eine Überprüfung der bestehenden Organisation ist beispielsweise die Besetzung einer Schlüsselposition oder die Übernahme neuer Aufgaben im Zuge von Konzessionsübernahmen.„Häufig wird ein Denkprozess in Gang gesetzt, ob die Aufgaben und die Arbeit noch richtig verteilt sind“, sagt Vey. Oft müsse man erst einmal gegen das Phänomen ankämpfen, dass Unternehmen zu sehr in Köpfen denken. „So in der Art: Kollege X hat das schon immer gemacht, das soll auch so bleiben. Egal, ob das auch sinnvoll ist oder dieser Kollege dringend Entlastung bräuchte.“, so Vey weiter, „Eine personenorientierten Organisationsform führt zu nicht zu unterschätzenden Synergieverlusten und Risiken“.

Dank umfangreicher Erfahrungen aus vielen Projekten mit Partnerunternehmen kann das Team der Netzstrategie gemeinsam mit den interessierten Unternehmen Lösungen für diese Herausforderungen finden. Dinge am Ende besser machen, darum geht es Ihnen. Dabei stehen nicht kurzfristige Effizienzsteigerungen im Vordergrund, sondern vielmehr die Entwicklung von zukunftsfähigen und nachhaltigen Strukturen. Grass: „Es gibt sicherlich einige Unternehmen, die sich mit dem Gedanken tragen, so eine Umorganisation mit einem Berater zu machen. Diese Unternehmen möchten wir ermutigen und ihnen sagen: Schaut euch doch einmal an, was wir hier anbieten, vielleicht passt das sogar besser.“

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