Mit Algorithmen zu neuen Ladestationen

Wo sollten Kommunen am besten neue Ladestationen aufstellen? Die Potenzialanalyse des Thüga-Innovationsmanagements verrät es.

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Evamaria Zauner

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Die Mobilitätsgewohnheiten der Bevölkerung ändern sich – CO2 -Einsparung und Elektromobilität rücken immer mehr in der Fokus der Verkehrsteilnehmer. Doch für Alltagstauglichkeit und Akzeptanz von Elektrofahrzeugen ist eines besonders relevant: eine öffentlich zugängliche und bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur.

Optimiertes Ladenetz dank Analyse

Wenn sich Städte und Gemeinden für neue Ladestationen entscheiden, stellt sich schnell die Frage nach dem Wo. „Das ist ein Thema, das wir bestens dank unserer detaillierten Potenzialanalyse beantworten können“, erklärt Evamaria Zauner, Projektmanagerin Mobilität der Abteilung Innovationsmanagement. „Bisher hat man Ladesäulen meist nach einem einfachen Auswahlverfahren aufgestellt oder sich durchaus auch aus Imagegründen für Ladeplätze entschieden. Das beinhaltet dann aber oft Schwachstellen, wie schlechte Erreichbarkeit oder geringe Wirtschaftlichkeit“, so Zauner.

Die Potenzialanalyse der Daten-Spezialisten geospin, Thüga-Plattform smartlab und des Thüga-Innovationsmanagements hingegen ergibt sich aus einem Algorithmus der durch zahlreiche Daten angelernt wurde: unter anderem 400 ausgewertete Standorte, über 180.000 Ladevorgänge und rund 400 Point of Interest (POI), waren die Basis der gesammelten Datensätze. „Durch die Potenzialanalyse erhalten wir sogenannte Heatmaps. Mit ihnen können wir sehr genau feststellen, dass in Musterstadt beispielsweise zwei neue Ladesäulen in der Hauptstraße zwischen Museum und Supermarkt geeignet wären.“

Umfangreiches Mobilitätskonzept

„Wir haben unsere Daten über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Städten und Gemeinden gesammelt und die Nutzungsdaten aller Ladesäulen im Smartlab-Verbund abgefragt“, konkretisiert Zauner. Je mehr Daten das System erfasst, umso genauer wird das Analyse-Ergebnis. Deswegen sollen auch in Zukunft kontinuierlich Daten eingepflegt werden. Momentan arbeitet geospin noch an der Feineinstellung der Standortanalyse, um die Treffergenauigkeit zu erhöhen. Ab Anfang 2018 wird das Konzept der Potenzialanalyse dann auch marktreif und verfügbar sein.