Energiewende & Dekarbonisierung

Fuhrpark an der Steckdose

 
Energiewende & Dekarbonisierung
Energiewende & Dekarbonisierung | 22.08.2017

Fuhrpark an der Steckdose

Die Fahrt zum Kunden, die Klimabilanz verbessern, Erfahrungen sammeln: Dass es sich für Stadtwerke lohnt, E-Autos in den Fuhrpark aufzunehmen, zeigen drei Beispiele von Thüga-Partnerunternehmen.

DREWAG NETZ GmbH, Dresden

Anzahl E-Fahrzeuge: 86 (von 1100 Fahrzeugen gesamt)

Marken: Renault, Nissan, Smart, Citroén, Mitsubishi, Volkswagen, Opel, BMW

Grund für diese Fahrzeugmarken: Die ausgewählten Fahrzeugtypen lassen sich in das Einsatzkonzept integrieren, zusätzlich ist so der Test eines breiten Fahrzeugspektrums möglich

Grund und Ziel für E-Fahrzeuge: Positives Umweltimage festigen, Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz, als Enegieversorger Erfahrungen mit Elektromobilität sammeln, Aufbau und Test von Ladeinfrastruktur, inklusive Zugangs- und Abrechnungssystemen

Nutzung der E-Fahrzeuge: Die Fahrzeuge sind Mitarbeitern fest zugeordnet oder stehen als Poolfahrzeuge zur Verfügung; Nutzer sind ganz normale Mitarbeiter mit ihren täglichen Aufgaben, die innerhalb dieser mit der Reichweite klarkommen

Plan für die Zukunft: Steigerung des E-Fahrzeuganteils 2017 auf 10 Prozent der Flotte, danach weiter je nach Fahrzeugangebot (beispielsweise Transporter) und Reichweite.

Der Fuhrpark der N-ERGIE soll noch in diesem Jahr auf 100 E-Fahrzeuge ansteigen.

N-ERGIE Aktiengesellschaft, Nürnberg

Anzahl E-Fahrzeuge: 38 (Aufstockung auf 100 bis Ende 2017)

Marken: VW und Renault (vorwiegend)

Grund für diese Fahrzeugmarken: Der Fuhrpark der N-ERGIE besteht seit vielen Jahren mehrheitlich aus VW-Fahrzeugen. Da die betriebseigene Werkstatt sowohl über die spezielle Ausrüstung als auch über umfangreiche Kenntnisse im Umgang mit VW-Fahrzeugen verfügt, fiel die Entscheidung für VW auch bei den E-Fahrzeugen.

Grund für E-Fahrzeuge: Förderung der Elektromobilität fest in der Konzernstrategie der N-ERGIE verankert, da sie zum Erreichen der Klimaschutzziele beiträgt und gleichzeitig dezentrale Ansätze der Energiewende stärkt. Die Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks ist zusammen mit dem Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur deutlicher Ausdruck dieser übergeordneten Strategie.

Nutzung der E-Fahrzeuge: Durch alle Mitarbeiter; sind Dienstreisen mit der zur Verfügung stehenden Reichweite zu vereinen, ziehen Mitarbeiter tendenziell ein Elektroauto vor. Die Zahl der elektrisch zurückgelegten Kilometer steigt im Fuhrpark der N-ERGIE stetig an.

Das Ziel: Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich selbst vom Potenzial der Elektromobilität zu überzeugen. Um auch die Kommunen in ihrem Netzgebiet von den Vorteilen zu überzeugen, stellt die N-ERGIE ihnen zu Testzwecken Elektroautos aus ihrem Fuhrpark zur Verfügung. Mittelfristig erwartet die N-ERGIE durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen auch Kosteneinsparungen.

Plan für die Zukunft: Ziel ist es, mittelfristig den Fuhrpark soweit wie möglich zu elektrifizieren. PKW mit Verbrennungsmotoren werden Schritt für Schritt ausgetauscht, solange sich deren Einsatzprofil mit einem Elektroauto abdecken lässt. Sobald sinnvolle Alternativen auf dem Markt sind, sollen auch die Transporter und LKW im Fuhrpark durch elektrisch angetriebene Modelle ersetzt werden.

Wird von den Mitarbeitern gut angenommen: Der eGolf als Teil des ESWE E-Fuhrparks

ESWE Versorgungs AG, Wiesbaden

Anzahl E-Fahrzeuge: 5 (davon 2 Hybrid), 5 E-Roller

Marken: Mitsubishi, BMW, VW (Fahrzeuge), Govecs (Roller)

Grund für diese Fahrzeugmarken: für mehrere Hersteller entschieden, um Erfahrungen zu sammeln. Wichtig zu prüfen, wie das Fahrzeug im Fuhrpark eingesetzt wird und welches Fahrzeug auf dem Markt für diesen Einsatzbereich am geeignetsten ist; auch die Wirtschaftlichkeit spielt eine wesentliche Rolle. Wir wollen nicht nur Leuchtturmprojekte und Fördermittelbasierte Szenarien betrachten.

Grund für E-Fahrzeuge: Wir verstehen uns als fortschrittliches und innovatives Unternehmen. Vertrieb von Gas und Strom ist unser Kerngeschäft, deshalb sind neue Technologien, die die Absatzmengen von Strom oder Gas steigern könnten, von besonderem Interesse. Die Elektromobilität stellt aus unserer Sicht einen wichtigen Baustein zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors dar. Wir wollen wissen, wovon wir reden. Deshalb haben wir unsere eigenen Erfahrungen mit der E-Mobilität gesammelt, um jetzt und in Zukunft unseren Kunden kompetent beraten zu können.

Nutzung der E-Fahrzeuge: Zwei Fahrzeuge sind personenbezogene Dienstwagen, einer davon gehört unserem Vorstandsvorsitzenden. Drei reinelektrischen Fahrzeuge sind einzelnen Abteilungen zugeordnet und können so flexibel von den jeweiligen Mitarbeitern genutzt werden.

Das Ziel: Sammlung von Erfahrungswerten mit einer neuen Technologie; Fuhrpark sauberer, effizienter, leiser aber auch wirtschaftlicher gestalten. Zugegebenermaßen klappt das mit dem wirtschaftlicher aktuell nur mit Zuhilfenahme von Fördermitteln, aber die Entwicklungen der letzten Jahre lassen vermuten, dass E-Fahrzeuge in naher Zukunft günstiger werden.

Plan für die Zukunft: Bis 2020 mindestens 20 Prozent unserer Pkws im Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umstellen. Die Zeit bis dahin nutzen, die Infrastruktur auf unserem Firmengelände fit für die Zukunft zu machen: Laden von privaten Fahrzeugen der Mitarbeiter auf dem Firmengelände, die feste Zuordnung von Ladepunkten zu Fahrzeugen, steuerliche Punkte sowie mögliche Ladestrategien

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