Die Zukunft wird eco-mobil. Dabei steht der Verkehrssektor vor einer doppelten Herausforderung: Die Welt soll in Bewegung bleiben, das aber auf eine saubere und effektive Weise, die der Umwelt und den Menschen nicht schadet. Weniger Emissionen, mehr Energieeffizienz. Weniger individueller Luxus, mehr sozialer Ausgleich.

Im Herbst 2019 gehen deutschlandweit Hunderttausende auf die Straße, weltweit sind es Millionen Menschen. Sie fordern mehr Klimaschutz und weniger Emissionen. Auch das Weltwirtschaftsforum in Davos, Anfang 2020 steht unter dem Eindruck dieser Forderungen. Die Bundesregierung stellt ebenfalls Ende 2019 ein Klimapaket vor, das den Verkehrssektor nicht so stark einbezieht, wie manche es sich gewünscht hätten.

Logo des Autarkiemanagers - Stromfreiheit zu Hause und in der Community

Logo des Autarkiemanagers – Stromfreiheit bedeutet, dass der Autarkiemanager die Stromverbräuche von Kunden, die selbst Erzeuger sind, automatisch optimiert. Er sorgt dafür, dass möglichst viel selbsterzeugter Strom verbraucht wird. Das senkt auch die Energiekosten.

Die Energiewende findet in einem breiteren Rahmen statt, als in der Energieerzeugung – alle Sektoren müssen zur Emissionsminderung beitragen. Mittendrin: die Stadtwerke der Thüga-Gruppe. Denn vielfach betreiben Kommunen und Städte in Deutschland gemeinsam mit ihren Stadtwerken den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV). Stadtwerke leisten Pionierarbeit beim Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.Beides in der Regel nicht wirtschaftlich umsetzbar und quersubventioniert aus der Energiesparte. Dank ihrer regionalen Verankerung genießen sie ein hohes Ansehen bei ihren Kundinnen und Kunden; täglich leisten sie Daseinsfürsorge und bieten eine sichere Versorgung mit Strom, Gas und Wasser. Gleichzeitig geht ein Großteil der bislang in Deutschland eingesparten CO2-Emissionen auf das Konto der Energiewirtschaft und damit der Stadtwerke. Andere Sektoren müssen nachziehen, insbesondere auch der Verkehrssektor. Die Zahlen zur CO2-Einsparung für das Jahr 2019 (Link zu Agora Energiewende) belegen die Erfolge der Energiewirtschaft und zeigen gleichzeitig das Dilemma.

Stadtwerke dekarbonisieren – Auch im Verkehrssektor

Die Elektromobilität ist bei der Erfüllung dieser Aufgabe ein zentraler Baustein – aber bei weitem nicht der einzige. Nur mit Hilfe einer umfassenden Strategie, die alle Aspekte des Verkehrssektors betrachtet und auch andere Energieträger wie beispielsweise Erdgas und Wasserstoff und insbesondere erneuerbare Gase einbezieht, wird es gelingen, Emissionen im Verkehrssektor zu mindern.

Grafik: Die Mobilitätsstrategie in Chemnitz

Die Eco-Mobilität umfasst sieben Einzelbereiche. In Chemnitz fallen fünf davon in den Bereich des Versorgers eins energie. Alle Maßnahmen in den Bereichen mindern die Emissionen des Verkehrssektors und sorgen für einen ressourcenschonenden Verkehr.

Die Vielfalt der Thüga-Gruppe und die der deutschen Kommunen schlägt sich in unterschiedlichen Lösungen nieder: vom Carsharing im ländlichen Raum über Ladelösungen für einen elektrifizierten ÖPNV und dem Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektromobilität hin zur Elektrifizierung von Flotten oder ganzheitlichen Lösungen für Großstädte. Stadtwerke kennen neben den lokalen Gegebenheiten und den Herausforderungen der Städte und Gemeinden auch die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger und sind in der Lage als Anbieter das gesamte Spektrum von Mobilitätsdienstleistungen abzudecken. Sie beraten auch Privat- und Gewerbekunden und helfen diesen, die ideale Lösung für den persönlichen Mobilitätsbedarf zu finden.

Thüga bietet Unterstützung

Die Thüga unterstützt Stadtwerke bei dieser Aufgabe, denn trotz regionaler Unterschiedlichkeiten finden sich skalierbare Lösungen. Dies beginnt bei Rahmenverträgen für den günstigen Einkauf von Ladeinfrastruktur, die aktuell neu verhandelt werden und ab dem kommenden Jahr weitere Produkte wie beispielsweise intelligente Wallboxen abdecken. Im E-ccelerator entwickeln Stadtwerke und Thüga gemeinsam neue Ideen für skalierbare E-Mobilitätsprodukte bis zur Marktreife. Beispielsweise einen Autarkiemanager, der intelligente Wallboxen mit einem Heimenergiemanagement-System vernetzt. Parallel dazu erforscht die Thüga mit Partnern, ob und wie sich durch Steuerung Netzausbau vermeiden lässt. Weitere Lösungen wie beispielsweise SmarterFahren.de, ein Endkundenportal für E-Mobilität, oder ein Algorithmus, der den idealen Platz für öffentliche Ladeinfrastruktur aufspürt, unterstützen die Partner in der Thüga-Gruppe dabei, ihre Aufgabe als Mobilitätspartner der Kommunen zu erfüllen.

Die Entwicklung ganzheitlicher Mobilitätsstrategien steht für Kommunen am Anfang. Kern und Ausgangspunkt der Strategie ist die Definition von Eco-Mobilität: „Alle Maßnahmen und Anwendungen, die zu emissionsminderndem und ressourcenschonendem Verkehr führen. Dazu gehören die Verhaltenswende von Personen, Unternehmen und Institutionen sowie eine Energiewende im Verkehr.“

Erstes Beispiel für eine solche: In Chemnitz haben Thüga und eins energie gemeinsam eine Strategie entwickelt. ÖPNV und Verkehr fallen dort in den Aufgabenbereich der Verkehrsbetriebe beziehungsweise der Stadt, diese wurden aus der Strategie ausgeklammert. Den restlichen fünf Bereichen wurden dann einzelne Aufgaben und Produkte zugeordnet.