Energiewende & Dekarbonisierung

CO2-frei mit und ohne Gas

 
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Energiewende & Dekarbonisierung | 17.06.2017

CO2-frei mit und ohne Gas

enervis-Studie: Keine Dekarbonisierung ohne Kohleausstieg

Wie wollen wir in Zukunft Strom und Wärme erzeugen? Die Sektorkopplung – also die gemeinsame Optimierung von Elektrizität, Wärmeversorgung und Verkehr – ist Forschungsthema einer Studie, die die Thüga zusammen mit mehreren Unternehmen der Branche in Auftrag gegeben hatte. Zentrales Ergebnis der Studie, die das Beratungsunternehmen enervis Ende März der Öffentlichkeit vorgestellt hatte: Ohne einen Ausstieg aus der Kohle ist eine Dekarbonisierung von Strom und Wärme nicht möglich. Eine Sektorkopplung mit Kohle ist klimapolitisch nicht sinnvoll.

Fünf Szenarien zeigen Pfade in CO2-arme Zukunft

Fünf Energiemarkt-Szenarien liegen der Studie zugrunde, die unterschiedliche Pfade in eine CO2-arme Zukunft aufzeigen. Es zeigt sich, dass Erdgas auch in den nächsten Jahrzehnten ein kosteneffizienter und CO2-armer Energieträger für Back-up-Kraftwerke sowie eine klimapolitisch sinnvolle Option für die Wärmeversorgung bleibt. Interessant ist auch, dass eine Reduktion von CO2 um 95 Prozent bis zum Jahr 2050 mit und ohne Gas-Infrastruktur theoretisch möglich ist. Heute ist noch nicht absehbar, wie sich die verschiedenen Technologien zur Dekarbonisierung entwickeln. Daher sollte die Politik jetzt keine voreilige Entscheidung über eine umfassende Elektrifizierung oder eine Dekarbonisierung mit Power2Gas treffen.

Die komplette Studie können Sie hier nachlesen.

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