Die Vision des digitalen Klassenzimmers haben die Stadtwerke Ansbach gemeinsam mit zwei Schulen vor Ort bereits in die Realität umgesetzt. Mithilfe der Thüga-Experten und verschiedener Bundes- und Landesförderungen können andere Stadtwerke nun nachziehen und sich als Digitalisierungsexperten in ihrer Heimatregion positionieren.

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Auf Bundesebene wird das Thema Digitalisierung schon lange gefördert. Dass ausgerechnet Schulen hier immer noch hinterherhinken, wollte man bei den Stadtwerken Ansbach nicht länger hinnehmen. „Seit 2016 gibt es in Ansbach freies WLAN in der Innenstadt, in Schwimmbädern und in Bussen. Aber die Schulen müssen sich auch modernisieren“, sagt Nohman Shamshad, Leiter der Informationsverarbeitung bei den Stadtwerken Ansbach. „Da wir die Glasfaseranschlüsse bereits bis zu den Schultoren verlegt hatten, haben wir ganz einfach mal bei den Direktoren nachgefragt.“ Und das mit Erfolg: Seit Mitte 2018 gibt es an einem Ansbacher Gymnasium WLAN, in das individuelle Schüler- und Lehrernetze integriert wurden. „Dasselbe realisieren wir momentan auch an einer Realschule“, so Shamshad.

Bausteine der Smart City

Ab 2019 wollen Bund und Länder ihre Schulen dank der milliardenschweren Förderinitiative „DigitalPakt Schule“ dabei unterstützen, eine bessere Ausstattung mit digitaler Technik aufzubauen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Digitalisierung von Schulen auf politischer Ebene weiterhin Priorität haben wird und dass in Zukunft beispielsweise aus dem DigitalPakt relevante Gelder zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Béatrice Angleys, Projektmanagerin Kompetenzcenter Innovation Thüga. „Die Thüga sieht das Thema WLAN als ganzheitliches Konzept für Stadtwerke. Daher kann die Ausleuchtung von Schulgebäuden auch zur Erweiterung des öffentlichen WLANS (Ö-WLAN) beitragen.“ In Ansbach wurde auf diesem Weg nicht nur der Schultrakt mit einem individuellen Schulnetz versorgt, sondern auch die Sporthalle mit dem Stadtwerke Ansbach-WLAN ausgeleuchtet. Shamshad: „Vereine oder Veranstalter, die die Halle abends und am Wochenende nutzen, können somit einfach auf das öffentliche Stadtwerke Ansbach-WLAN zurückgreifen.“ Das Gute: Durch die flächendeckende Ausleuchtung des urbanen Lebensraums mit WLAN können sich Stadtwerke und Kommunen in ihrer Region als Anbieter digitaler Infrastruktur positionieren. „Die Schulen konnten wir von unserem umfassenden Know-how rund um IT, Glasfaser, Internet und Ö-WLAN überzeugen, das wir uns in den letzten Jahren als Vorreiter hier in Ansbach aufgebaut haben“, ergänzt Shamshad.

Imagewandel für Stadtwerke

Über den (zukünftigen) DigitalPakt kann zwar unter anderem das WLAN an Schulen finanziert werden, nicht aber ein Glasfaser-Anschluss. „Hier kommt die Breitbandförderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ins Spiel, denn die Förderungen gehen Hand in Hand“, erklärt Angleys. Die Stadtwerke sind dann der ideale Partner für die Schulen vor Ort, um beides umzusetzen. Shamshad ist zufrieden: „Unsere gute und umfassende Betreuung spricht sich rum. Es haben sich bereits zwei weitere Schulen gemeldet, die mit uns ein individuelles WLAN aufbauen wollen.“ Angleys stimmt zu: „Stadtwerke können über das Thema Digitalisierung einen wertvollen Mehrwert für ihre Bürger schaffen und gleichzeitig ihr Standing verbessern.“ Dank Expertenwissen und Best-Practice-Beispielen unterstützt die Thüga interessierte Partnerunternehmen bei der Umsetzung von Schul- und Ö-WLAN Projekten.