Was bedeutet Smart City eigentlich? Ist eine Stadt-App schon ein Smart City-Angebot? Oder eine Elektro-Ladesäule? Thüga berät Kommunen. Ein Beispiel: Frankenthal in der Pfalz ging im Smart City-Basisworkshop der Thüga diesen Fragen auf den Grund.

Viele Kommunen setzen einzelne innovative Projekte um und hoffen, dass ihre Stadt dadurch attraktiver wird. Doch nur vernetzt, idealerweise sich gegenseitig verstärkend, sind die Angebote ein wirklicher Mehrwert für Städte und können das Leben ihrer Bürger vereinfachen. Der Smart City-Basisworkshop der Thüga zielt genau darauf ab: erklären, welche Vorteile sich hinter der intelligenten Stadt verbergen und welche Anwendungsfälle oder Kommunikationsnetze für die einzelne Kommune geeignet sind. Gemeinsam mit der Stadt und dem Stadtwerk werden sie dann priorisiert und in einen Maßnahmenplan überführt. So geschehen beim Smart City-Basisworkshop in Frankenthal in der Pfalz. Ziel war es, Thüga als Partner und Unterstützer unterschiedlicher Smart City-Anwendungen zu etablieren, Smart City-Erfahrungen aus anderen Städten zu teilen und auch Kooperations- und Rahmenvertragspartner der Thüga anzubieten.

Ist eine digitale Stadtverwaltung schon Smart?

In einer Bereichsleiterklausur der Stadt hatten Vertreter des Stadtwerks sowie des Thüga-Kompetenzcenters Innovation die Möglichkeit, das Themenfeld Smart City aufzuzeigen. „Die Teilnehmer waren kreativ, eine lange Liste mit möglichen Anwendungsfällen kam da heraus. Dann haben wir vier Projekte priorisiert, die für Frankenthal besonders interessant sein könnten“, so Stefanie Kurz vom Thüga-Kompetenzcenter Innovation. Das Spannendste sei aber gewesen, dass die meisten Teilnehmer der Stadt zunächst gar keine eindeutige Vorstellung und Erwartungshaltung zum Thema mitgebracht hatten. „Vielen schienen schon die Digitalisierung der Stadtverwaltung und die Entwicklung einer eigenen Stadt-App ein wesentlicher Schritt hin zu einer Smart City“, verrät Kurz. In Kleingruppen wurden dann Anwendungsfälle näher analysiert. Welche Herausforderungen und Chancen gibt es? Wie könnte eine Umsetzung konkret aussehen? In einem Folge-Workshop werden konkrete Projektpakete geschnürt und ein Zeitplan verabschiedet.

Die nächsten Schritte sind geplant

Ist der Smart City-Workshop also ein Angebot für viele Kommunen? „Auf jeden Fall“, sagt Kurz. „Nur so kann man die Bedürfnisse vor Ort richtig fassen und die Ideen und Aspekte von Stadt und Stadtwerk zusammenbringen.“ Das Feedback hat das Team ermutigt: Umfangreich und facettenreich sei die Präsentation gewesen. Positiv auch, dass einmal detailliert die Perspektive des Bürgers eingenommen wurde. Und die nächsten Kommunen stehen schon in den Startlöchern: badenova möchte den Workshop in Breisach testen und dann weiteren Kommunen anbieten. In Wetzlar und Selb-Marktredwitz gibt es ebenfalls großes Interesse.