Digitalisierung & Vernetzung

MsBG – Die smarten Zähler kommen

 
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Digitalisierung & Vernetzung | 11.06.2017

MsBG – Die smarten Zähler kommen

Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) verpflichtet zum Einbau von Smart Metern. Das stellt die Stadtwerke vor Herausforderungen. Die Thüga und ihre Plusgesellschaften bieten Lösungen.

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende und dem MsbG als wesentlichen Bestandteil hält die Digitalisierung endgültig in der Energiewelt Einzug. Der alte Ferraris-Zähler wird abmontiert und durch den Smart Meter ersetzt. Er besteht aus einem Stromzähler mit einem elektronischen Zählwerk, der über eine Datenleitung mit einem Smart Meter-Gateway verbunden ist. Klingt komplex und ist es auch.

Mehr Sicherheit durch Zertifizierung

Ab 2017 müssen Kunden, die mehr als 10.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen, ein intelligentes Messsystem – also Smart Meter samt Gateway – einbauen lassen. Ab 2020 brauchen auch Kunden mit einem Verbrauch zwischen 6.000 und 10.000 Kilowattstunden einen intelligenten Zähler. Das Smart Meter-Gateway sendet die gewünschten Daten direkt an die entsprechenden Empfänger, zum Beispiel den Messstellenbetreiber oder auch den Übertragungsnetzbetreiber. Das passiert alles unter strenger Einhaltung der in Deutschland vorgegebenen Datenschutzrichtlinien. Für den reibungslosen Betrieb ist der sogenannte Smart Meter-Gateway-Administrator verantwortlich. Dazu wurde im März 2017 die Thüga SmartService GmbH vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als erster Administrator auf Basis IT-Grundschutz zertifiziert.

Keine Qual der Wahl

Stadtwerke stehen vor der Entscheidung, ob sie in ihrer Marktrolle als Messstellenbetreiber auch die neue Aufgabe der Gateway-Administration selbst übernehmen wollen. Falls ja, kommt einiges auf sie zu: Hardware, Gateway-Administration, Wartung, Dienstleistung und Abrechnung. Da dafür viele Schnittstellen nötig sind, ist eine Paketlösung optimal. Denn nur aneinander angepasste Produkte garantieren eine reibungslose Umsetzung. Die Thüga Plusgesellschaften Thüga SmartService GmbH, Conergos, E-MAKS und e.dat haben eine perfekt aufeinander abgestimmte Paketlösung im Angebot. Sie kann entweder als Komplettpaket gebucht werden oder, je nach Systemvoraussetzung, mithilfe einzelner Module individuell zusammengesetzt werden.

Neue Chancen und Risiken

Durch das Messstellenbetriebsgesetz steigt der Druck auf den Vertrieb. Denn das neue Gesetz könnte den Effekt haben, dass neue Marktteilnehmer wie Telekommunikationsunternehmen versuchen, die Rolle des Messstellenbetreibers zu übernehmen. Für Unternehmen, die mit guten Dienst­­leistungen und Produkten auf die neue Lage reagieren, bietet es aber auch Chancen. „Es stellt sich die Frage, wer besser ist: die Thüga oder Mitbewerber“, sagt Thüga Vertriebs-Experte Dr. Stephan Nagl. Damit Unternehmen der Thüga-Gruppe die Chancen wahrnehmen können, hat Thüga gemeinsam mit den Partnerunternehmen Vertriebsstrategien zum Smart Meter Roll-out entwickelt. „Die Handlungsfelder haben wir in individuellen Workshops und Projekten erarbeitet“, sagt Nagl. „Musteruntelagen finden unsere Partnerunternehmen im Extranet.“ Das Extranet ist eine Online-Wissensplattform, die allen Partnerunternehmen der Thüga offen steht. Dort gibt es aktuelle Informationen zu den Auswirkungen des Gesetzes auf Lieferanten, dem vertrieblichen Auftritt als wettbewerblicher Messstellenbetreiber, den möglichen Smart Meter-basierten Produkten, den Kommunikationsmöglichkeiten und vieles mehr.

Schlaue Produkte

Um die Unternehmen auf die Welt der schlauen Zähler vorzubereiten, hat die Thüga gemeinsam mit Partnerunternehmen Smart Meter basierte Produktideen gesammelt und bewertet. Interessant sind Kosten- und Verbrauchsprognosen, Effizienzanalysen von Heizungsanlagen und individuelle Sondertarife. Entsprechende Produkte oder Unterstützung bieten die Thüga Plusgesellschaften an.

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