Die ganze Energiewende auf einem Chip? So ähnlich: Syneco bietet ein Tool zur Optimierung von Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen. Es macht Reserven nutzbar, schafft flexible Vermarktungsoptionen und lässt Anlagenbetreibern bei der Erzeugung dennoch freie Hand. Transparent und ohne Risiko.

Flexibilitätsvermarktung nennen es Tiemo Wennrich und Sebastian Holzer. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich die Spezialisten für Energielogistik und Portfolioanalyse bei der Thüga-Plattform Syneco mit den Optionen zur Vermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien. „Viele Anlagenbetreiber verfügen über Leistungsressourcen oder freie Kapazitäten, der Weg zum Spotmarkt oder Intraday-Handel ist ihnen jedoch zu weit“, beschreibt Holzer die Situation. Im Klartext: zu kompliziert, um den Aufwand zu rechtfertigen und nennenswerte Erlöse zu erzielen.
„Mit unserer Flexibilitätsvermarktung, die alle erforderlichen Prozesse weitgehend automatisiert, lässt sich das ändern“, so Holzer. Die Software ermöglicht es, Reserven optimal zu nutzen und zusätzliche Vermarktungsoptionen zu schaffen. Sie ist Teil des modular aufgebauten Prozesses von der Steuerbox bis zur Vermarktung an der Börse.

Anlagen clever steuern

Syneco-Experten Tiemo Wennrich (links) und Sebastian Holzer

Die beiden Syneco-Experten Tiemo Wennrich (links) und Sebastian Holzer wollen Kunden den Weg zum Spotmarkt ebnen.

Der Betreiber eines BHKW beispielsweise erzeugt und vermarktet neben Wärme auch immer Strom. Syneco erweitert nun die Flexbilität der Anlage zum Beispiel durch den optimierten Einsatz des Wärmespeichers so, dass sie in den Stunden mit den höchsten Strompreisen laufen kann. Und nicht wie vorher immer dann, wenn Wärme gebraucht wird. Der Betreiber proftiert von mehr Einnahmen. „Wir hinterlegen für jede Anlage die vom Betreiber angestrebte Nutzung. Diese Parameter setzen wir in Beziehung zu einer möglichen weiteren Verwendung – in Korrelation zu Marktdaten, Verbrauchs- und Wetterprognosen“, sagt Wennrich.

Der Betreiber hat das Sagen

Modellieren und optimieren bedeutet bei der Flexibilitätsvermarktung stets: Die Vorgaben des Anlagenbetreibers defnieren den Rahmen. „Die Optimierung und Vermarktung erfolgt im Regelfall immer pro Anlage“, erklärt Holzer. „Denn jede Anlage unterliegt verschiedenen Vorgaben und Restriktionen.“

Lohnende Automatisierung

Nutzer der Flexibilitätsvermarktung von Syneco behalten jederzeit die Verantwortung für das, was mit und in den Anlagen geschieht. Mithilfe von SCADA-System und Steuerbox lässt sich die Fahrweise einer Anlage minütlich entlang aller defnierten Parameter und im Blick auf das Börsengeschehen automatisiert steuern. Dennoch ist jederzeit ein manueller Eingriff möglich. „Schon aus steuerlichen Gründen behält der Anlagenbetreiber den Zugriff aufs System“, so Wennrich. Und für welche Anlagen eignet sich die Flexibilitätsvermarktung von Syneco? „Für alle“, sagt Holzer. „Die bisherigen Erfahrungen zeigen das deutlich.“ Denn dank der Optimierungssoftware sind die zusätzlichen Erlöse attraktiv und die Amortisationszeiten erfreulich kurz.