Dezentralisierung & Individualisierung

Regionales Geld für regionale Projekte

 
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Dezentralisierung & Individualisierung | 03.08.2017

Regionales Geld für regionale Projekte

Wie lassen sich Energieprojekte erfolgreich umsetzen? Der Schlüssel liegt oft in der Einbindung der Bürger vor Ort. Dabei sind es weniger die finanziellen Beweggründe, warum sich Stadtwerke für eine Bürgerbeteiligung entschließen. Die steigende Akzeptanz spielt die entscheidende Rolle.

Nupur Saxena-Buck

Hauptabteilung Innovationsmanagement

Tel. 089 / 38197 – 1376 nupur.saxena-buck@thuega.de

Die Thüga Innovationsplattform (IN) und die Abteilung Gesellschaftsrecht haben dazu nun ein Scoutingpapier für alle Thüga-Partnerunternehmen und einen Leitfaden für alle Unternehmen der Plattform erstellt.

„Bürgerkraftwerk“ nach vier Tagen ausverkauft

Bürgerbeteiligung, das kann auch sehr schnell gehen: enercity hatte seinen Kunden die Möglichkeit gegeben, sich an einer PV-Dachanlage des Unternehmens zu beteiligen. Ganze vier Tage dauerte es, dann war das Geld beisammen (siehe auch Meldung S. 46). Ein großer Erfolg und der klassische Umsetzungsfall für eine Bürgerbeteiligung. Das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern, auch andere Thüga-Partnerunternehmen wie die badenova wollen Bürgerbeteiligungsprojekte umsetzen.

Für alle Energie-Vorhaben geeignet

„Grundsätzlich können alle Infrastrukturvorhaben durch Bürgerbeteiligung mehr Akzeptanz erreichen. Die Schlagwörter sind regionale Nachhaltigkeit und die persönliche Einbindung der Bürger“, so Nupur Saxena-Buck, Projektleiterin bei der Innovationsplattform (IN). So könnten auch Mieterstromlösungen oder eine Ladeinfrastruktur für E-Autos für Bürgerbeteiligungen interessant sein.Als Finanzierungs- oder als Vertriebsinstrument könne die Bürgerbeteiligung eingesetzt werden. Vor allem aber für bessere Akzeptanz sorgen. „Regionales Geld wird für regionale Projekte eingesetzt, das erhöht den Zuspruch beispielsweise für einen Windpark merklich“, so Saxena-Buck.

Das Bürgerkraftwerk Herrenhausen in Hannover: Nach nur vier Tagen waren die Anteile der Solarstromanlage weg.

Digitale Plattform bei eueco

Richtig Fahrt aufgenommen hat das Thema Bürgerbeteiligung durch die fortschreitende Digitalisierung. War es bisher stets mühsam und fehleranfällig, für eine Bürgerbeteiligung die Vielfalt der benötigten Daten der einzelnen Kunden korrekt zu verwalten, so schafft jetzt eine Online-Plattform Abhilfe. Das Unternehmen eueco hat mit der Thüga einen Rahmenvertrag geschlossen und bietet für Bürgerbeteiligungen eine digitale Plattform. Auf ihr sind alle Prozessschritte abgebildet, die für eine Bürgerbeteiligung benötigt werden. Als „White-Label“ kann diese Lösung in vier bis acht Wochen auf das Corporate Design jedes Stadtwerks angepasst werden. Den zugrunde liegenden Rahmenvertrag der Thüga mit eueco hatte auch enercity für sein „Bürgerkraftwerk“ genutzt.

Natürlich gilt: Wenn ein Stadtwerk konkret die Umsetzung einer Bürgerbeteiligung plant, lohnt sich eine kurze Rücksprache mit der Innovationsplattform und der Abteilung Gesellschaftsrecht: „Rechtliche Fallstricke können so vermieden werden“, sagt Saxena-Buck.

Natürlich gilt: Wenn ein Stadtwerk konkret die Umsetzung einer Bürgerbeteiligung plant, lohnt sich eine kurze Rücksprache mit der Innovationsplattform und der Abteilung Gesellschaftsrecht: „Rechtliche Fallstricke können so vermieden werden“, so Saxena-Buck.

Den Leitfaden für die Bürgerbeteiligung gibt es für alle Unternehmen der Thüga-Innovationsplattform.

Nupur Saxena-Buck

Hauptabteilung Innovationsmanagement

Tel. 089 / 38197 - 1376 nupur.saxena-buck@thuega.de

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