Bisher haben Messstellenbetreiber die SIM-Karten für ihre Smart Meter Gateways selbst eingebaut. Das soll sich ändern: In einem gemeinsamen Projekt haben Thüga SmartService mit Telefónica Deutschland und den Gateway-Herstellern Theben und EMH beschlossen, dass SIM-Karten schon bei der Produktion der Gateways eingesetzt werden.

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Robert Meyer

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Er hat sich ein bisschen verspätet. Nun steht er aber vor der Tür: Der Smart Meter Gateway (SMGW)-Rollout. Abertausende SMGWs wird jedes Stadtwerk innerhalb seines Wirkungskreises bis 2032 verbauen müssen – so will es der Gesetzgeber. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. Die Thüga SmartService (TSG) möchte ihre Kunden dabei so gut es geht unterstützen: „Viele Prozesse rund um die Smart Meter Gateways sind immer noch volatil“, erklärt Robert Meyer, TSG-Projektleiter für Zählerfernauslesung und Smart Energy. „Gemeinsam mit Telefónica Deutschland und den beiden Smart Meter Gateway Herstellern Theben und EMH konnten wir im März 2018 den Bestell- und Lieferprozess von SMGWs dahingehend optimieren, dass die SIM-Karten nun direkt beim Hersteller eigesetzt werden.“

Neue Strategie für die Zukunft

Bisher haben viele Messstellenbetreiber die SIM-Karten noch selbst in die Gateways eingebaut. Sobald der Rollout aber erstmal richtig im Gange ist, wird dieser Aufwand kaum noch zu bewältigen sein. Durch den neuen Prozessablauf ist geregelt, dass der SIM-Karten-Provider sogenannte „weiße Karten“, das heißt SIM-Karten ohne jegliche Konfigurations-Informationen, direkt an die SMGW-Hersteller liefert.

Der Bestell- und Lieferprozess der SMGWs inklusive SIM-Karten-Bestückung

Über den Metering Service Client (MSC) der SmartService lassen sich die SIM-Karten sehr einfach verwalten und konfigurieren: Die Kunden hinterlegen hier in einer individuellen Konfigurationsdatei ihre präferierten Parameter. Dies sind beispielsweise Informationen über Bauart, Verschlüsselung, Netzzuschaltung in Grenzgebieten, Alarme und weiteres mehr.

Gateway inklusive SIM-Karte

Die Bestellung der Smart Meter Gateways erfolgt dann mittels elektronischem Bestellschein beim SMGW-Hersteller. Sobald die konfigurierten SIM-Karten eingebaut sind, werden die fertigen SMGWs an den Messstellenbetreiber gesendet. „Unsere Bestell- und Lieferprozesse für das Smart Meter Gateway sind praxistauglich“, erklärt Peter Heuell, Geschäftsführer der EMH metering GmbH. „Und zwar auch für sehr große Stückzahlen.“ Ruwen Konzelmann, Leiter Smart Energy der Theben AG ergänzt: „Die gemeinsame und effiziente Abstimmung zwischen den handelnden Unternehmen wird den Rollout für die Stadtwerke enorm vereinfachen.“

SMGW-Administrator SmartService

Wenn die SMGWs auf dem Weg sind, wird auch der zugehörige (verschlüsselte) elektronische Lieferschein, sowohl an den Messstellenbetreiber als auch die SmartService verschickt. „Die Einbindung des Gateway-Administrators in den Lieferprozess ist elementar wichtig, damit dieser frühzeitig die Zuordnung der SIM-Karten zu den entsprechenden Gateways erkennen und den gewünschten Tarif beim Telekommunikationsbetreiber buchen kann“, beschreibt Robert Meyer den Prozess. Sobald das SMGW eingebaut und in das jeweilige Mobilfunknetz eingebucht ist, werden die Daten automatisch übertragen.

Ein durchdachtes Konzept

Die SmartService gehört zu den größten Anbietern für die SMGW-Administration in Deutschland. Annähernd 100 Unternehmen innerhalb und außerhalb der Thüga-Gruppe haben sich für die Zusammenarbeit mit der SmartService entschieden. Um das Angebot noch kundenorientierter zu gestalten, soll der neue SIM-Karten-Prozess bis Sommer 2018 mit weiteren Herstellern und Providern abgestimmt werden. Parallel dazu hat im Frühjahr bereits die Umsetzung des Prozesses begonnen: Alle entsprechenden IT-Systeme wurden bereits so konfiguriert, dass der Prozess umgesetzt werden kann, sobald der Rollout losgeht.