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Nürnberg – Kaiserresidenz und Stadt der Pioniere

Rang und Namen hat die fränkische Metropole und zweitgrößte Stadt des Freistaates bereits seit dem 11. Jahrhundert. Ihre Burg, eine der bedeutendsten Kaiserpfalzen im Mittelalter, ist Zeitzeuge für 1.000 Jahre deutsche und europäische Geschichte. Mächtig thront sie auf einem Sandsteinfels hoch über der Altstadt. Von 1050 bis ins Jahr 1571 hielten dort die deutschen Kaiser und Könige ihre Reichs- und Gerichtstage ab. 

Angesehene Handels- und Kaufmannsfamilien dominieren den Rat der Stadt, die Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts ihren wirtschaftlichen und kulturellen Höhepunkt erlangt. Geniale Künstler wie Albrecht Dürer und Veit Stoß, der Dichter Hans Sachs, der Komponist Johann Pachelbel, Humanisten wie Willibald Pirckheimer und Wissenschaftler wie der Astronom Johannes Regiomontanus leben und wirken in Nürnberg. 

Zahlreiche Nürnberger Pioniere bringen im 19. Jahrhundert wirtschaftlichen Aufschwung. 1835 dampft der "Adler" zum ersten Mal von Nürnberg nach Fürth: Eine in England gefertigte Lokomotive nimmt als erste Eisenbahn Deutschlands den Betrieb auf.

Bleistift- und Spielzeugfabrikation sowie die Metallverarbeitung entwickeln sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor. Unternehmer wie Max Grundig, Theo Schöller, Theodor von Cramer-Klett (Gründer der MAN) und Sigmund Schuckert (Siemens-Schuckert) prägen das Wirtschaftsleben in der Stadt. Im ausklingenden 19. Jahrhundert gilt sie als größte Industriestadt Süddeutschlands und Hochburg der Arbeiterbewegung.

1933 machen die Nationalsozialisten Nürnberg zur „Stadt der Reichsparteitage“. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird die Altstadt durch Bombenangriffe  der Alliierten nahezu komplett zerstört. Nach dem Krieg  wird Nürnberg zum Mittelpunkt der Aufarbeitung der Nazizeit: In den „Nürnberger Prozessen“ ziehen die Alliierten die Hauptkriegsverbrecher zur Verantwortung.

In den 50er-Jahren hält mit der Wiederbelebung des alten Unternehmergeists das Wirtschaftswunder Einzug in die Stadt. Mit 500.000 Einwohnern ist Nürnberg heute wichtiges Wirtschafts-, Dienstleistungs- und Kulturzentrum in Nordbayern und bekannte Messestadt. 

Alle Jahre wieder, wenn der Sommer zu Ende geht, liegt ein ganz besonderer Duft über den Straßen und Plätzen: Es beginnt die Lebkuchen-Zeit. Das erlesene Backwerk, der traditionelle Nürnberger Lebkuchen, genießt weit über die Stadtmauern hinaus hohes Ansehen. 

Auch Nürnbergs Energieversorger N-ERGIE, ein wichtiger Partner in der Thüga-Gruppe, ist hoch angesehen. Zehn Jahre nach der Gründung durch die Verschmelzung der EWAG und des Fränkischen Überlandwerks gehört die N-ERGIE zu den Top Ten in Deutschland. Gleichzeitig ist das renommierte Unternehmen Anteilseigner der Thüga. Von der Zusammenarbeit in einem starken Netzwerk profitiert auch der Lebensraum Nürnberg.