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Wilhelmshaven – Hafenstadt mit Tiefgang.

Namensgeber der Stadt ist König Wilhelm I. von Preußen, der am geschützten Jadebusen an der Nordsee im Jahr 1869 einen Marinestandort gegründet hat. Die Hafenanlagen dienten zunächst nur der preußischen Flotte. Die zivile Nutzung für wirtschaftliche Hafenaktivitäten gewann erst nach dem Ersten Weltkrieg an Relevanz, als die Marine stark verkleinert wurde und viele ihrer Einrichtungen frei geworden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Hafen zerstört und von den Alliierten fast vollständig demontiert. Erst durch die Fertigstellung einer Ölpipeline nach Nordrhein-Westfalen 1958 gewann er wieder an wirtschaftlicher Bedeutung.

Heute ist Wilhelmshaven Deutschlands größter Marinestützpunkt und zugleich zweitgrößter Bundeswehrstandort. Die Hafenwirtschaft bildet einen ökonomischen Schwerpunkt. Hier wird knapp ein Drittel aller Massengüter umgeschlagen - davon allein 30,3 Millionen Tonnen Rohöl.

Wilhelmshaven ist der einzige Tiefwasserhafen in Deutschland. Der Jade-Weser-Port hat vor kurzem seinen Betrieb aufgenommen. Hier werden die größten Containerschiffe der Welt mit bis zu 18 Metern Tiefgang tideunabhängig empfangen. Es gibt gute Verkehrsanbindungen zu allen Wirtschaftszentren Europas. Die Stadt erhofft sich bis zur Vollendung aller Ausbaustufen von diesem Großprojekt die Schaffung von bis zu 2.000 neuen Arbeitsplätzen.

Diesem Wirtschaftsstandort wird nicht die Energie ausgehen - dafür sorgt die GEW Wilhelmshaven, die mit derzeit 160 Beschäftigten zu den wichtigen Arbeitgebern der Region zählt. Sie versorgt mehr als 86.000 Kunden mit Erdgas, Strom und Wasser und betreibt mehrere Blockheizkraftwerke zur Belieferung von Industriebetrieben und Bundeswehrliegenschaften mit Wärme.


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